Gastvortrag: Diana Sorensen (Harvard): » Tlatelolco and its Continuing Reverberations«

25. Oktober 2018, 14:00–16:00 Universität Hamburg

Ein Vortrag von Diana Sorensen (Harvard University)
Moderation: Lydia Schmuck (Deutsches Literaturarchiv Marbach)
Vortrag und Diskussion finden auf Englisch statt.
 
Vor den Olympischen Sommerspielen vom 12. bis 27. Oktober 1968 in Mexiko-Stadt verstärkt die autoritäre Regierung des Landes die Repression, um Störungen durch Studentenproteste zu vermeiden. Am 2. Oktober 1968 eskaliert die Lage: Staatsorgane eröffnen das Feuer auf friedliche Demonstranten, mindestens 300 Menschen sterben beim Massaker von Tlatelolco. Mehr

Gastvortrag: Horacio Tarcus (CeDInCI, Buenos Aires): »Entre Mayo de 1968 y Mayo de 1969: recepciones argentinas de un acontecimiento global«

17. Oktober 2018, 17:45 Uhr, Universität zu Köln 

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe »Aktualisierungen. Die Gegenwart von ’68«, die das von der VolkswagenStiftung geförderte internationale Archivforschungsprojekt »1968: Ideenkonflikte in globalen Archiven« am Deutschen Literaturarchiv Marbach im Jahr 2018 bundesweitweit organisiert.
Der ›Cordobazo‹ besiegelt den bis dahin ungewohnten Zusammenschluss von Studenten und Arbeitern. In einem sog. aktiven Streik protestieren sie gegen das Vorgehen des Diktatur-Regimes, errichten Barrikaden und übernehmen die Kontrolle der Stadt. Die Regierung setzt schließlich die Nationale Armee ein, mit verheerendem Ergebnis: zahlreiche Tote und Verletzte sowie hunderte Verhaftungen. Mehr

Internationale Sommerschule 2018: A (New) Republic of Letters: Intellectual Communities, Global Knowledge Transfer

Internationale Sommerschule im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel
29. Juli bis 9. August 2018
Deutsches Literaturarchiv Marbach

Gelehrtenrepubliken sind Wörterwelten. Mit Anthony Grafton gesprochen: »Worlds made by words« (2009). Die boomende Forschung zu globalen Literaturen ermöglicht neue Blicke auf solche Buchstabenuniversen. Welches sind ihre ästhetischen, politischen und sozialen Voraussetzungen, welches ihre kommunikativen Regeln, welches ihre medialen Infrastrukturen? Wie haben sie sich historisch transformiert, wo liegen ihre Archive? Welches wären angemessene Begriffe und Verfahren, um die literarische und intellektuelle Gegenwart im transnationalen Maßstab zu beschreiben?
Die internationale Sommerschule, veranstaltet im Deutschen Literaturarchiv Marbach, das eine Fülle von Zeugnissen literarischer und gelehrter Zusammenarbeit für die Forschung bereit hält, versteht sich selbst als Form des internationalen Austauschs: 20 Doktorandinnen und Doktoranden diskutieren mit erfahrenen und jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern historische und theoretische Erscheinungsformen und Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Phänomen »Gelehrtenrepublik« stehen.

Travelling Archives: Unraveling Historic Treasures

Ausstellung am Franz Rosenzweig Minerva Research Center

Unter dem Titel "Travelling Archives: Unraveling Historic Treasures" dokumentierte eine Ausstellung am Franz Rosenzweig Minerva Research Center die Gründungsgeschichte der Hebräischen Universität Jerusalem anhand ausgewählter Archivalien, welche die Geschichte der Universität, die Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft, die Geschichte des universitätseigenen Verlags und die architektonische Entwicklung des Campus auf dem Skopusberg beleuchteten.

WORLD LITERATURE, INTELLECTUAL HISTORY, PROVENANCE RESEARCH: THOMAS MANN’S AMERICAN LIBRARY

Workshop an der University of California, Los Angeles, und in der Villa Aurora, Pacific Palisades

Der am 14. und 15. Juni 2018 stattfindende Workshop fragt nach den amerikanischen Teilen der Bibliothek Thomas Manns, also jenen Büchern, die einmal die Bibliothek in Thomas Manns Haus in Pacific Palisades bildeten. Ein Teil dieser Bücher wird mittlerweile an der ETH Zürich bewahrt, andere gelangten an Sammlungseinrichtungen und in den Handel, sind heute verstreut. Mehr

Workshop - Refugees, Migration and Political Culture

11. Dezember 2017, Cambridge/London

Der Workshop „Refugees, Migration and Political Culture“, eine Kooperation von DLA Marbach, DAAD, University of Cambridge und Warburg Institute, verbindet Fragen des deutschsprachigen Exils in Großbritannien mit aktuellen politisch-gesellschaftlichen Debatten. Während des Workshops im Pembroke College in Cambridge stehen Exilliteratur, Migrationsbewegungen und die politischen, wirtschaftlichen und institutionellen Dimensionen dieser Phänomene im Fokus. Die abschließende Podiumsdiskussion „Refugees and Political Culture – Lessons from History?“ findet im Warburg Institute in London statt. Informationen zum Ablauf und zu den Veranstaltungsorten finden Sie hier. 

Mittwochsseminar - Deutschbaltische Übersetzer als Vermittler russischer Literatur in Deutschland (am Beispiel von Sigismund von Radecki und Henry von Heiseler).

Mittwochsseminar - 18.04.2018, 16:30 - DLA Marbach, Tagungsraum 3
Projektvorstellung im Rahmen der Förderung aus dem Elmar-Tophoven-Mobilitätsfonds der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds
Referentin: Galina Potapova

Abstract: Die Feststellung, dass den deutschsprachigen Literaten aus dem Baltikum und St. Petersburg ein großes Verdienst in der Geschichte der Übersetzung und Popularisierung russischer Autoren zukommt, gehört seit langem zum festen Fundus der Erforschung kultureller Kontakte zwischen Russland und Deutschland. Im Rahmen des Vortrags werden zwei literarische Mittler aus dieser Gruppe etwas ausführlicher vorgestellt: Henry von Heiseler (1875-1928) und Sigismund von Radecki (1891-1970). Ihre Nachlässe (DLA) gewähren vertiefende Einblicke in die Biographien der beiden Übersetzer. Darüber hinaus sind dort zahlreiche Vorbereitungstexte, Übersetzungsentwürfe, korrigierte Fassungen der Übersetzungen vorhanden. Auf der Grundlage dieser Materialien soll versucht werden, verschiedene Strategien Henry von Heiselers und Sigismund von Radeckis im Umgang mit Puschkins Gedichten und der Kleinprosa von Nikolaj Leskov aufzuzeigen.

(IBERO)ROMANISCHE-GERMANISCHE ZWISCHENWELTEN

Im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts kamen zahlreiche deutschsprachige Exilanten nach Lateinamerika und fanden dort Zuflucht vor Krieg und Vertreibung. Unter ihnen waren auch viele Intellektuelle sowie Künstlerinnen und Künstler, die sich dortigen Intellektuellenkreisen anschlossen, neue Zirkel gründeten oder auch als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Aufnahmeland tätig waren. Dadurch haben sie nicht nur das Geistesleben und die Wissenschaft vor Ort beeinflusst, sondern wurden auch in besonderer Weise von dortigen Ideen und Infrastrukturen geprägt und haben wiederum auf ihre Herkunftsländer zurückgewirkt. Die Werke dieser Autorinnen und Autoren können dadurch weder im Rahmen der territorialen (nationalstaatlichen) Grenzen des Ortes, an dem sie verfasst wurden, begriffen und analysiert werden, noch sind sie einer wissenschaftlichen Teildisziplin zuordenbar. Diese Werke gezielt in den Blick zu nehmen, ist die zentrale Idee der Sektion „(Ibero-)Romanisch-Germanische ZwischenWelten. Exilliteratur als Zeugnis und Motor einer vernetzten Welt“. Die Sektion findet im Rahmen des Romanistentages vom 8. bis 12. Oktober 2017 an der Universität Zürich zum Thema „Dynamik, Begegnung, Migration“ in Zusammenarbeit mit den deutschen und lateinamerikanischen Partnerinstitutionen der „Global Archives“-Initiative des DLA statt. Weitere Informationen finden sich im Call for Papers.

Für Informationen zum genauen Ablauf können die Abstracts der Einzelbeiträge sowie das Sektionsprogramm eingesehen werden.

Zeitkapsel 48: Thomas Manns brasilianische Stimme: Herbert Caro – im Spiegel des Archivmaterials von Susan Sontag

Im Rahmen der Initiative Global Archives des Deutschen Literaturarchivs Marbach wurde der Nachlass von Herbert Caro am Instituto Cultural Judaico Marc Chagall in Porto Alegre (Brasilien) erschlossen. In der Reihe »Zeitkapsel« begibt sich Lydia Schmuck, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Literaturarchiv, im Gespräch mit dem Göttinger Literaturwissenschaftler Kai Sina, der kürzlich die Studie »Susan Sontag und Thomas Mann« (Wallstein Verlag 2017) publiziert hat, auf die Spuren Thomas Manns. In der Gegenüberstellung von Archivmaterial werden die unterschiedlichen Perspektiven des Übersetzers Caro und der berühmten Intellektuellen Sontag auf den Jahrhundertautor eingehend erörtert. Mehr

26. September 2017, um 19.30 Uhr im Berthold-Leibinger-Auditorium (Literaturmuseum der Moderne). Impressionen

AUSSTELLUNG - PRINZ MAXIMILIAN ZU WIED (1782-1867) - EIN RHEINISCHER NATURFORSCHER IN DER ALTEN UND NEUEN WELT - VOM 25.06. - 01.11.2017, Roentgen-Museum Neuwied

Das Roentgen-Museum Neuwied zeigt aktuell eine Ausstellung, welche die Forschungsreisen von Prinz Maximilian zu Wied, die er unter anderem nach Brasilien unternahm, beleuchtet. Von seiner fast zweijährigen Expedition von über 1.400 km durch Brasilien, die er vermutlich auf Empfehlung Alexander von Humboldts unternahm, brachte er viele Sammlungsstücke mit. Die Ausstellung dokumentiert Leben und Reisen des bedeutenden Naturforschers und stellt seine Forschungsreisen nach Brasilien und Nordamerika in den Mittelpunkt. Bei der Dokumentation der brasilianischen Forschungsreise stützt sie sich auf einzigartige Materialien der Brasilien-Bibliothek der Robert Bosch GmbH Stuttgart, welche Teile der Geschichte Brasiliens ab dem 15. Jahrhundert in ihrer Sammlung dokumentiert. Diese enthält unter anderem Erstausgaben vom 15.-19. Jahrhundert, Reiseberichte und Beschreibungen Brasiliens, frühe Zeugnisse der Kartographie sowie den Brasilien-Nachlass des Prinzen Maximilian zu Wied, bestehend aus eigenen Werken, Zeichnungen, Skizzen, Reisenotizen, Tagebüchern und Manuskripten.

New Types. Drei Pioniere des hebräischen Grafik-Designs

Eine Ausstellung des Israel Museum, Jerusalem. 18. Juni bis 24. September 2017 im Museum für Druckkunst Leipzig.

Bücher, Embleme und Buchstaben aus bislang unerforschten Archivbeständen von Franzisca Baruch, Henri Friedlaender und Moshe Spitzer erzählen eine Geschichte hebräischer Schrift- und Buchgestaltung, die von Berlin und Leipzig nach Jerusalem führt. Mehr

Casa Stefan Zweig, Petrópolis, Brasilien: Drei Humanisten: Romain Rolland, Stefan Zweig und Joseph Roth

Unter dem Titel „Três humanistas: Romain Rolland, Stefan Zweig e Joseph Roth“ hat die Casa Stefan Zweig eine Ausstellung organisiert, in der die Werke, Korrespondenzen und Tonaufnahmen der drei Autoren gegenüberstellt und die gemeinsamen humanistischen Werte beleuchtet wurden.

Bei der Ausstellung, die vom 2. Mai bis 2. Juni 2017 im Kulturzentrum der französischen Botschaft in Rio de Janeiro „A MAISON" zu sehen war, hat auch das Deutsche Literaturarchiv Marbach mitgewirkt, das Briefe von Stefan Zweig an Joseph Roth aufbewahrt.

Der Flyer zur Ausstellung kann hier eingesehen werden.

Jerusalem, Israel: Symposium 27.09-29.09.2016 - Contested German-Jewish Cultural Property after 1945

Im Zentrum des als Kooperationsveranstaltung zwischen dem Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German Jewish Literature and Cultural History, dem Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach an der Hebräischen Universität in Jerusalem stattfindenden Gentner Symposiums stehen die symbolischen Resonanzen des Umgangs mit dem deutsch-jüdischen Kulturerbe nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Mehr

Marbach: Exil in China - Deutsch-chinesischer Workshop

Vom 4. bis zum 5. April 2016 fand im DLA Marbach in Kooperation mit der Universität Stuttgart ein Workshop mit chinesischen Germanisten statt. Ausgehend von Archivüberlieferungen in deutscher Sprache befasste sich der Workshop mit der Emigration nach China in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Programm findet sich hier.

Marbach: Archival Basics - Israelisch-deutscher Workshop

Vom 14. bis zum 17. April 2016 fand im DLA Marbach ein Archivworkshop für israelische Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler statt, der sich mit den Grundlagen der Archivarbeit sowie dem Stand der aktuellen Forschungs- und Erschließungsprojekte in Israel befasste. Das Programm findet sich hier.

Marbach: Internationale Sommerschule 2015 - World Literature, Global Archives

Marbach: Internationale Sommerschule 2015 - World Literature, Global Archives

Vom 26. Juli bis zum 7. August 2015 fand im DLA Marbach eine internationale Sommerschule zum Thema "World Literature, Global Archives" statt. Im Rahmen der Internationalen Sommerschule diskutierten 20 internationale Stipendiatinnen und Stipendiaten mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Konzepte von Weltliteratur und beleuchteten die Prämissen der gegenwärtigen literatur- und wissenschaftsgeschichtlichen Diskussion. Mehr

Marbach: Archivworkshop für brasilianische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Vom 12. bis zum 18. Juli 2015 fand im DLA Marbach ein Nachwuchsworkshop statt, der die an den Erschließungsprojekten in Brasilien beteiligten Masterstudierenden und Doktoranden in die Archivarbeit einführte. Zugleich arbeiteten sie an den brasilianischen Beständen des DLA. Im Rahmen des Workshops fand ein öffentlicher Abendvortrag von Doerte Bischoff (Universität Hamburg) statt, der sich mit "Rekonstruktionen des Exils" befasste.