New Types. Drei Pioniere des hebräischen Grafik-Designs

Eine Ausstellung des Israel Museum, Jerusalem

18. Juni bis 24. September 2017 im Museum für Druckkunst Leipzig

Bücher, Embleme und Buchstaben aus bislang unerforschten Archivbeständen von Franzisca Baruch, Henri Friedlaender und Moshe Spitzer erzählen eine Geschichte hebräischer Schrift- und Buchgestaltung, die von Berlin und Leipzig nach Jerusalem führt. Jeder der drei Gestalter prägte auf eigene Weise die Entwicklung von Graphikdesign und Typographie im Staat Israel. Der Einfluss ihrer in Deutschland geschulten, eigenständig weiterentwickelten Formensprache auf die visuelle Ästhetik Israels nach der Staatsgründung ist bis heute spürbar. Die Ausstellung porträtiert diese drei bedeutenden Schriftgestalter und macht exemplarisch die Einflüsse, Kontakte und Überschneidungen der hebräischen und der deutschen Kultur sichtbar.

„New Types“ zeigt Exponate aus Israel und Deutschland und gibt einen einzigartigen Einblick in das Schaffen dieser drei Künstler. Neben Skizzen, Schriftentwürfen und Musterbüchern werden auch hebräische Matrizen und Lettern präsentiert.

Die Ausstellung wurde 2015/16 im Israel Museum in Jerusalem gezeigt und nun von der Kuratorin Ada Wardi exklusiv für Leipzig adaptiert. Die Nachlässe Franzisca Baruchs, Henri Friedlaenders und Moshe Spitzers wurden im Rahmen des Projekts zur Erforschung und Erschließung deutsch-jüdischer Nachlässe in Israel, gefördert vom Auswärtigen Amt, sondiert und mit Unterstützung des Goethe-Instituts für die Ausstellung erschlossen.